Johannes Ganzenmüller

Die Suche nach einem RAW-Konverter

Veröffentlichungsdatum Lesezeit 4 Minuten zum Lesen

Wer im RAW-Format fotografiert, wird seine Bilder irgendwann entwickeln wollen und genau dann kommen sogenannte RAW-Konverter zum Einsatz. Da ich wegen meiner neuen Kamera, meine bisherige Software nicht mehr nutzen konnte, war es für mich an der Zeit eine neue Lösung zu suchen und möchte in dieser Artikelserie die Vor- und Nachteile der Programme zusammenfassen, die ich mir genauer angeschaut habe. Eventuell steckst du ja in einer ähnlichen Situation.

Wichtiger Zusatz: Natürlich konnte ich mir nicht alle RAW-Konverter anschauen, sondern habe mich auf die meistverbreiteten Programme fokussiert.

RAW-Format

RAW-Dateien haben keinen festen Standard, jeder Kamerahersteller hat sein eigenes Format und entwickelt dies auch weiter, sodass RAW-Dateien einer neuen Kamera oft von bisherigen Programmen nicht mehr gelesen werden können. Zumindest nicht bis es ein entsprechendes Update für den RAW-Konverter gibt.

Bisher habe ich mit der Nikon D7000 fotografiert, die im Jahr 2010 erschienen ist, und daher konnte meine Adobe Bridge bzw. Camera Raw Version von 2010 die Dateien problemlos öffnen. Klar, ist die Software ziemlich alt, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn ich konnte Bilder entwickeln und es hat alles funktioniert wie ich wollte. Durch den Umstieg auf die 2019 erschienene Sony a6400, war dies nun nicht mehr der Fall und von Adobe gibt es seit Ewigkeiten auch keine Updates für die alte Version mehr, es muss also eine neue Software her. Die Softwarekomponente war so ziemlich der letzte Punkt, an den ich bei der Anschaffung meiner neuen Kamera gedacht hatte, denke das kann leicht vergessen werden, dabei ist es sehr wichtig, denn sonst kann das Potenzial der Kamera nicht ausgereizt werden.

Wenn dich mein bisheriger Workflow und die verwendeten Programme interessieren, findest du mehr Details in diesem Artikel.

Anforderungen und Kriterien

Um einen möglichst objektiven Vergleich zwischen den Programmen ziehen zu können, habe ich mir im Vorfeld überlegt, welche Kriterien ich an eine solche Anwendung habe. Das kann natürlich für jeden anders sein, aber hier mal meine Kriterien und Anforderungen, was ein RAW-Konverter können muss:

Programme

Wie zu Beginn erwähnt, gibt es eine Vielzahl von RAW-Konverter und alle zu testen ist für mich zeitlich nicht machbar, schließlich will ich in erster Linie ja fotografieren ;)

Aus dem Grund habe ich zum einen selbst nach den meist genutzten und beliebtesten RAW-Konvertern recherchiert, zum anderen habe ich eine Umfrage in einer Fotografie-Facebook-Gruppe erstellt um zu erfahren, was die Mitglieder dort für ein Programm einsetzen.

Insgesamt haben 166 Personen an der Umfrage teilgenommen und das Ergebnis sah folgendermaßen aus:

Ergebnis Facebook-Umfrage

Zufälligerweise haben sich die Programme auf den ersten 5 Plätzen mit meiner eigenen Recherche überschnitten, sodass diese auf meiner Testliste gelandet sind. Zusätzlich habe ich noch Darktable mit aufgenommen, da dies eine der wenigen kostenlosen Optionen ist.

Mehr zu den einzelnen Programmen und wofür ich mich dann letztendlich entschlossen habe, in den nächsten Blogbeiträgen:

  1. Bisherige Programme weiternutzen mit dem Adobe DNG Konverter
  2. Darktable, die kostenlose Variante
  3. Skylum Luminar, RAW-Konvertierung mit künstlicher Intelligenz
  4. ACDSee Photo Studio, Bildverwaltung mit RAW-Konverter
  5. Adobe Lightroom, der Marktführer
  6. Capture One, Profianwendung ohne Abozwang
  7. Affinity Photo, Bildbearbeitungsprogramm mit RAW-Konverter
  8. Mein Fazit