Johannes Ganzenmüller

Meine Kameraausrüstung 2021

Veröffentlichungsdatum Lesezeit 4 Minuten zum Lesen

Bei meiner Kameraausrüstung gab es im letzten halben Jahr sehr viele Änderungen, weswegen ich dachte, ich gebe dazu mal ein Update.

Hierbei sei aber gesagt, auch wenn es mir Spaß macht über die Technik zu reden oder zu fachsimpeln, die Ausrüstung ist nicht das ausschlaggebende für gute Fotos. Mit einer teuren Ausrüstung kann man nämlich auch ziemlich schlechte Bilder fabrizieren :D

In einigen Artikeln hatte ich bereits erwähnt, dass ich von einer Nikon Spiegelreflexkamera auf eine Spiegellose Systemkamera von Sony umgestiegen bin und dadurch meine bisherigen Objektive leider nicht weiterverwenden konnte, weswegen hier auch alle neu sind.

Bei der ActionCam (Yi 4k) und der Drohne (DJI Mavic Mini) hat sich nichts getan, sodass ich diese in diesem Artikel weglasse. Informationen zu beidem, wie auch eine Übersicht meiner alten Ausrüstung, findest du im vorherigen Blogpost zu dem Thema. Ebenso lasse ich das meiste Zubehör weg, was du aber auch in einem eigenen Beitrag findest.

DSLM Ausrüstung

Sony a6400
Ich hab ziemlich lange überlegt, ob ich mir eine neue Kamera zulege und welche es werden soll, ob Vollformat oder APS-C und welches Herstellersystem. Nach einigen Monaten der Nutzung und etlichen Bildern bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung und kann die a6400 nur empfehlen. Klein, handlich und trotzdem leistungsstark was Qualität und Funktionen angeht. Für mich die optimale Wahl.
Samyang 12mm f/2,0 NCS CS
Das Weitwinkelobjektiv ist ideal für Landschafts- und Architekturaufnahmen, viele nutzen es zudem auch für die Astrofotografie, aber das hab ich noch nicht ausprobiert. Kleiner Nachteil ist, dass es ein rein manuelles Objektiv ist, was heißt, ich muss manuell fokussieren und in den EXIF-Daten fehlen die Kameraeinstellungen. Da die Kamera jedoch einige Fokussierungshilfen eingebaut hat (z.B. Fokuslupe, Kantenanhebung), funktioniert das Scharfstellen sehr gut und einfacher als gedacht.
Sigma 30mm f/1,4 DC DN C
Die drei Objektive des sogenannten “Sigma Trios” zählen zu den schärfsten und lichtstärksten Linsen für Sony APS-C Kameras, weswegen ich zwei davon habe. Die 30mm Variante ist ideal für Portraits auf engem Raum (z.B. Indoor), Ganzkörperportraits oder für Aufnahmen, bei dem die Person in einer Umgebung abgebildet werden soll.
Sigma 56mm f/1,4 DC DN C
Neben dem 30mm-Objektiv ist das meine zweite Linse für Portraits. Ebenso beindruckende Bildqualität, wenn nicht sogar etwas besser und durch die Offenblende von 1,4 kann ein schöner Bokeh-Effekt erzielt werden. Im Zusammenspiel mit dem Augen-Autofokus der Kamera werden zudem die meisten Portraits genauso wie ich es will. Die 56mm setzen dabei mehr Platz bzw. Abstand zum Motiv voraus, wenn es um etwas anderes als um formatfüllende Bilder des Gesichts geht.
Sony SEL 18-135mm f/3,5-5,6 OSS
Das Kit-Objektiv, also das Objektiv, dass beim Kauf der Kamera dabei war und eigentlich ideal für unterwegs ist. Es ist recht kompakt, bietet einen ordentlichen Brennweitenbereich und ich bin jedes Mal wieder über die gute Bildqualität erstaunt. Einziges Manko ist die Lichtstärke, was jedoch durch die Bildstabilisierung einigermaßen wettgemacht wird. Ich bin schon gespannt, wie es sich auf den ersten Reisen schlägt. Als möglichen Ersatz dafür habe ich das Tamron 17-70 oder Sony 16-55 im Auge, die beide eine maximale Offenblende von 2,8 haben, jedoch auch preislich in einer etwas anderen Liga spielen. Aktuell reicht mir das 18-135 jedoch … noch ;)
Sony SEL 70-350mm f/4,5-6,3 G OSS
Für den Fall, dass mir die 135mm nicht ausreichen, habe ich mir das 70-350mm Telezoom geholt. Um ehrlich zu sein, hatte ich dafür leider noch nicht viel Verwendung, aber in der Stadt ist das auch schwierig und eher für Gelegenheiten gedacht, wenn ich mal mehr Abstand zum Motiv habe, beispielsweise im Zoo oder auf Safari. Es ist daher als zweites Reise-Objektiv vorgesehen und ich drücke die Daumen, dass es bald öfter in der Kameratasche landet.
AmazonBasics Zirkularer Polarisationsfilter - 77mm
Ein Polfilter kann Spiegelungen auf Oberflächen reduzieren und bietet somit einen Effekt, der nicht in der Nachbearbeitung erzielt werden kann, weswegen ich einen in meiner Ausrüstung habe. Zudem lässt er Farben intensiver und kontrastreicher wirken. Wirklich oft setze ich ihn aber nicht ein, weswegen ich auch nicht sonderlich viel Geld dafür ausgeben wollte ;)
DolDer Slim Neutral Graufilter ND1000 - 72mm
Ein ND-Filter ist quasi eine Sonnenbrille für das Objektiv. Es reduziert das einfallende Licht, wodurch Fotos länger belichtet werden müssen und so bewegte Teile des Motives verschwommen bzw. weicher werden, gerade bei fließendem Wasser bringt das einen interessanten Effekt. Da ich den Filter aber ebenfalls selten einsetze, nutze ich wie beim Polfilter eine preiswerte Variante, ansonsten kann man natürlich auch deutlich mehr Geld ausgeben.
Rollei Premium Graufilter ND64 - 67mm
ND-Filter kommen in verschiedenen Stärken, wobei die Zahl angibt um welchen Faktor sich die Belichtungszeit verlängert. Ein Faktor von 1000 ist für strahlenden Sonnenschein gut, aber zum Sonnenauf- oder untergang dann oft zu viel, weswegen ich auch noch einen ND64 habe.
XCSOURCE Step Up Ringe
Wie du an den Durchmesser-Angaben bei den Filtern siehst, hab ich leider unterschiedliche Größen, weil ich diese damals für unterschiedliche Objektive gekauft habe. Prinzipiell solltest du dich bei Filtern am größten Durchmesser der Objektive orientieren, mithilfe der StepUp-Ringe kannst du dann von kleineren Durchmessern auf die größeren adaptieren und musst nicht für jeden Durchmesser entsprechende Filter kaufen, was Einiges an Geld sparen kann.