Schlaflos in Prishtina

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Von Oslo aus ging es mit Norwegian Airlines nach Prishtina in den Kosovo. Da Norwegian flächendeckend damit Werbung gemacht hatte, dass es auf deren Flügen WLAN an Board gab, hatte ich mich schon darauf gefreut meine Onlinesucht zu befriedigen, aber nichts war’s…war erst in der Einführung und daher nur in wenigen Maschinen verfügbar.

Im Kosovo ging es dann mit den Ernüchterungen weiter. Erst war der Polizist an der Grenzkontrolle unfähig einen sauberen Stempel in meinen Reisepass zu packen und dann gab es auch keine Busse vom Flughafen in die Stadt…wo gibt es das denn? Selbst der Baden-Airport ist an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. So blieb mir wohl nichts anderes übrig als mit der schon wartenden Taxifahrer-Horde zu verhandeln.

Am Hotel angekommen, ging es mit der Laune aber schnell wieder nach oben, schließlich warteten meine Freunde schon. Nach einem sehr leckeren und günstigen Abendessen, ging es auch früh ins Bett, schließlich wartete am nächsten Tag das Hochzeitsprogramm auf uns.

Die unbequeme Matratze und eine Stechmücke haben jedoch Striche durch meine Nachtruhe gemacht und so war ich schon früh auf den Beinen. Wodurch ich immerhin noch Zeit hatte mir die Stadt etwas genauer anzuschauen. Im Prinzip war es so wie ich es mir vorgestellt hatte, alles noch ziemlich runtergekommen aber man konnte erkennen, dass sich etwas tut. Ich denke in ein paar Jahren sind auch die letzten Überreste des Kriegs beseitigt und man erkennt keinen größeren Unterschied zu anderen Ländern in der Region mehr.

Vielleicht ist der Kosovo dann auch wirklich Mitglied in der Europäischen Währungsunion und benutzt nicht nur den Euro als Währung…ich frag mich woher die ganzen Banknoten und Münzen kommen, irgendein offizielles Mitgliedsland muss seine im Prinzip ja weitergeben.

Aber gut, zurück zu wirklichen Problemen: Ich hatte Durst und wollte daher Wasser kaufen, in meinem Geldbeutel waren aber nur noch ein paar norwegische Kronen und daher musste ich zum Geldautomat. Wirklich weitergeholfen hatte das aber letztendlich nicht, da niemand Rückgeld auf einen 50 Euro-Schein hatte…also vorerst kein Trinken für mich 🙁

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