Umwege in den Süden

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In meinem Freundeskreis ist Heiraten und Kinder kriegen in den letzten Jahren ziemlich angesagt, so das ab und an eine Hochzeitseinladung in meinen Briefkasten flattert. Genau das passierte auch Anfang 2013, das besondere daran: Die Hochzeit sollte in Prishtina, Kosovo stattfinden. Also nicht wirklich um die Ecke, aber da ich zwei Flughäfen vor der Nase hab, bin ich quasi in der Nähe von relativ jeder Gegend 😛

Etwas verwundert war ich jedoch über die Flugpreise, okay die Hochzeit war mitten in den Sommerferien aber trotzdem waren die Preise etwas unverschämt. Daher wurde ich praktisch von den Fluggesellschaften genötigt über Oslo zu fliegen, wer in Geographie aufgepasst hat weiß dass das etwas unsinnig ist. Aber nun gut, wenn ich erstmal ca. 830km in den Norden und dann wieder etwa 2050km in den Süden fliegen soll um Dreiviertel des Direktflugpreises zu sparen, warum nicht. Oslo stand sowieso auf meiner Liste, also hatte ich einfach noch ein paar Tage dort eingeplant^^

Die norwegische Hauptstadt gehört zu den teuersten Städten der Welt, in manchen Rankings ist es sogar die teuerste. Das sollte ich auch gleich merken als ich vom 47km weit entfernen Flughafen in das Stadtzentrum wollte. Für Hin- und Rückfahrt werden einem nämlich gleich mal 30€ abgeknöpft, etwas weniger als ich für den 800km-Flug bezahlt hatte. Keine Stadt für Schwaben… xD

Mal abgesehen von den hohen Preisen ist Oslo eine echt tolle Stadt, schöne Architektur, nette Menschen und einiges zu sehen. Das faszinierendste Gebäude war für mich das Opernhaus, was man sicherlich auch an der Bilderanzahl davon erkennen kann 😉

Ansonsten gibt es auch viele Parks in denen man Zeit vertreiben kann, ein besonderer ist der Vigelandsparken, der voller Statuen ist. Bei mancher Statue muss man sich zwar an den Kopf fassen, aber wer bin ich um Kunst beurteilen zu können…steht in meiner Absage zum Kunststudium doch „keine künstlerische Eignung erkennbar“ 😀

Der Nachteil an dem Park, ist natürlich der, dass es eine der Hauptattraktionen ist und es daher von fotowütigen Touristen nur so wimmelte. Früh morgens oder bei nicht ganz so gutem Wetter hielt sich der Andrang aber in Grenzen, so dass ich denke doch ein paar gute Bilder hinbekommen habe.

Insgesamt war ich 3,5 Tage in Oslo, die für meinen Geschmack mehr als ausreichend waren und wie gesagt auch ziemlich ins Geld gingen. Wenn man aber meistens selbst kocht geht das schon. Zufälligweise stand in der Innenstadt wegen eines Festivals auch gerade ein Cola-Truck bei dem Getränkedosen verteilt wurden…oh man, bin ich geizig.

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