Am nĂ€chsten Morgen war ich wider Erwarten immer noch in Skaftafell 😉

Bernd, Markus und ich hatten ja ganz zu Beginn den Plan die Insel einmal zu umrunden, aber den Plan hatten wir zu dem Zeitpunkt schon aufgegeben. Zum einen waren die Busfahrten relativ teuer und einmal rum daher nicht wirklich billig, der Hauptgrund fĂŒr mich waren aber die Busfahrten selber. Ich hab jetzt bestimmt schon ein paar Mal geschrieben dass man sich gefĂ€lligst einen Mietwagen holen soll wenn man nach Island geht, und ich werde nicht mĂŒde das zu betonen. Denn nur so kann man mitten in der wunderschönen Pampa anhalten und muss sich nicht nach den sehr eingeschrĂ€nkten FahrplĂ€nen halten. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich eines Tages auf die Insel wiederkehre.

Von Skaftafell haben wir noch einen Tagesausflug nach Jökulsarlon gemacht, was aber auch schon der östlichste Ort Islands war, den wir damals bereist haben. Jökulsarlon ist eine Gletscherlagune, in der sehr viel Treibeis herumschwimmt. An fast jedem Ort an dem wir in Island waren, wurden schon mal irgendwelche Filme gedreht, aber vermutlich sind die Szenen aus Jökulsarlon am bekanntesten. So hat hier Bruce Wayne in Batman Begins gelernt, dass man in Eis einbrechen kann oder James Bond ist auch schon in „Stirb an einem anderen Tag“ mit einem Aston Martin ĂŒber den zugefrorenen See geschlittert.

Aber genug von Filmen, wenn man die atemberaubende Kulisse vor Augen hat. Und das war wirklich ein Highlight, zwar sehr kalt, aber die Eisschollen hatten ein Farbspektrum was ich selten gesehen habe. Von reinem Weiß, ĂŒber hellblau bis zu vielen schwarzen Anteilen. Dementsprechend war die Gegend ziemlich fotogen und ich hatte meinen Spaß Bilder zu machen ^^

Wenn man Geld zum Fenster rausschmeißen wollte, konnte man einen Trip mit einem Amphibienfahrzeug zu den Eisbrocken machen
 oder wie ich eben warten bis die Schollen ans Ufer getrieben werden bzw. zu denen gehen die da schon angespĂŒlt wurden
kommt denke ich aufs Gleiche raus 😉

Die Lagune kam mir ziemlich klein vor, etwas weiter gab es noch eine andere ohne Busstopp die etwas einsamer und vielleicht schöner gewesen wÀre, aber gut lassen wir das mit dem Wagen.

Nach ein paar Stunden ging es dann wieder zurĂŒck, wirklich viele Passagiere waren nicht im Bus und so haben wir uns lange mit dem Busfahrer unterhalten. Ein sehr lustiger Zeitgenosse, der in fast jeder ErklĂ€rung „very special“ oder „very good“ verwendet hat, oft auch mehrmals hintereinander. „Look at that car..very good, very good“ oder „Jökulsarlon, very special, very nice“.

Nach einer knappen Stunde solcher Hinweise waren wir dann auch schon wieder auf dem Campingplatz in Skaftafell
 schutzlos all den MĂŒcken und dem komischen VogelgesĂ€ngen ausgesetzt.