Johannes Ganzenm├╝ller

Erster Vorgeschmack der Highlands

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Von Inverness ging mit einer Busfahrt, auf der man aus dem Staunen nicht mehr herauskam, auf die Isle of Skye. Weil Schottlands meist fotografierte Burg, das Eilean Donan Castle, auf der Strecke lag, wurde da ein kurzer Zwischenstopp eingelegt, um selbst ein paar Fotos davon zu machen ­čśë Auf den meisten Bildern, die man im Netz findet, wirkt die Sehensw├╝rdigkeit mitten in einem See gelegen, jedoch war gerade Ebbe, weswegen der Anblick schon etwas ern├╝chternd aber trotzdem noch faszinierend war. Da kann man schon nachvollziehen, warum es schon in so manchen Filmen als Location herhalten durfte.

N├Ąchster Halt auf der Reise war der ÔÇ×OrtÔÇť Sligachan. Ort deswegen in Anf├╝hrungszeichen, weil ich zwei H├Ąuser, ein Restaurant und ein Campingplatz die an einer Kreuzung liegen nicht unbedingt als Ort einstufen w├╝rde, aber auch egal, Hauptsache Natur au├čen rum und von dem reichlich. Nach einer St├Ąrkung in der Unterkunft ging es daher dann auch raus, mitten durch die Sumpflandschaft und auf der Suche nach Wasserf├Ąllen. Die Pfade in der Gegend waren nicht wirklich toll sichtbar und wenn man ein paar falsche Schritte im Gras gemacht hat, ist man langsam eingesunkenÔÇŽaber eben nur langsam, also alles kein Problem ­čśŤ

Wie so oft wurde der Tag mit einem k├╝hlen Bier ausgeklungen, dieses Mal eben in dem ortsans├Ąssigen Restaurant. Innendrin war sehr voll, entweder ist das ein Treffpunkt f├╝r die komplette Gegend oder aber alle Camper, Hotelg├Ąste und sonstige Leute haben sich zu dem Zeitpunkt dort versammelt. Und warum das Ganze? Tennis Live├╝bertragungÔÇŽverstehe das wer will, ok mit Andy Murray hat zwar ein Schotte gespielt, aber die sind bei jedem Punkt oder Ballwechsel ziemlich ausgeflipptÔÇŽ ich glaub um das zu kapieren bin ich einfach zu doof.

Am n├Ąchsten Morgen ging es von der Unterkunft aus, einige Kilometer am Fluss entlang ├╝ber einen Berg zu den Fairy Pools, herrlich gelegene Wasserf├Ąlle inkl. kristallklarer Becken. Das Wasser war sogar so klar, dass die Steine blau geschimmert haben. Ich hatte mir zwar alles gr├Â├čer vorgestellt, aber insgesamt war es schon sehenswert. Ein kleines Problem war nur, dass wir recht wenig Essen und Trinken auf die Wanderung mitgenommen hatten, so dass wir nach ein paar Stunden halbverhungert wieder im Bunkhouse ankamen.

Zus├Ątzlich hat die permanent anhaltende Sonne auch Ihre Spuren hinterlassen, einige Hautflecken an meinem Gesicht und K├Ârper hatten daher einen ziemlichen Rotstich, was mir viel H├Ąme von den anderen Reisenden in der Unterkunft eingebracht hatÔÇŽ aber egal nach einer Weile wird das bei mir sowieso braun, und wer h├Ątte das von einem Schottland-Urlaub gedacht ­čśÇ